SOTT FOKUS: Der Darwinismus ist tot, was nun? Auf dem Weg zu einer rationalen Spiritualität

darwin jesus

Derzeit wird intensiv über den Darwinismus debattiert, insbesondere seit Yale-Professor David Gelernter einen Artikel veröffentlicht hat, in dem er der vernichtenden Kritik an der Theorie, welche von Gelehrten des Discovery Institute geäußert wird, grundsätzlich zustimmt. Es ist wahr: Das Glaubensbekenntnis des Darwinismus steht unter Beschuss, das Fundament des materialistischen Atheismus bebt, das Weltverständnis, welches die meisten Menschen – darunter viele religiöse Menschen – heutzutage vertreten, bröckelt. Es ist ein schöner Anblick für diejenigen unter uns, die wissen, dass der Darwinismus falsch liegt, so grundfalsch, dass er falscher nicht sein könnte.

Gleichzeitig herrscht große Verwirrung unter den Menschen. Es ist kein Geheimnis, dass viele Kritiker des Darwinismus – so brillant sie auch in ihrer wissenschaftlichen Ernsthaftigkeit sein mögen – gleichzeitig religiös sind, zumeist Christen. Einige versuchen sogar, Jesus in ihre ansonsten makellosen Bücher hineinzuschmuggeln. Wenn der Darwinismus falsch liegt, was zweifellos der Fall ist, sollten wir dann alle zur Bibel zurückkehren? Sollten wir „den Herrn Jesus anerkennen“?

Nun, wir sollten nicht so voreilig sein. Bei allen alten und neuen Fehlern der Atheisten ist ihre Religionskritik zu gewichtig, als dass ein rationaler Geist sie ignorieren könnte. Und bei allem, was das Christentum für sich in Anspruch nimmt, wird es bekanntermaßen von der blinden Akzeptanz einer lächerlichen Doktrin geplagt, die von unzähligen Schriftgelehrten im Laufe von Jahrhunderten zusammengeschustert worden ist.

Ein prominentes Beispiel: Welcher vernünftig denkende Mensch würde auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, dass die physische Wiederauferstehung Jesu möglich sei? Etwas Derartiges wurde noch nie von irgendwem beobachtet; es steht im Widerspruch zu dem, was wir über einen Organismus wissen, aus dem die ihn zusammenhaltende Lebenskraft entweicht; es kommt einem ganz klar wie ein Märchen vor, das nur ein Kind wörtlich nehmen könnte. Und doch ist dies eine der unumstößlichsten Lehren der verschiedenen christlichen Konfessionen. Sagen Sie einem gläubigen Christen, dass dies blanker Unsinn ist und schau, wie er reagiert.

Und wer würde Sam Harris widersprechen, wenn dieser unverblümt behauptet, dass er die zehn Gebote locker verbessern könne, indem er eines davon einfach gegen eine vernünftigere, modernere Regel austauscht? Uns wird sofort klar, worin die Wahrheit in Wirklichkeit besteht: Wir tun so, als ob ein paar verbindliche Stammesregeln, die vor langer Zeit geschrieben wurden, der Weisheit letzter Schluss wären und als unumstößlich gelten würden. Das ist ebenso kindisch wie der Glaube, dass Jesus der buchstäbliche Sohn Gottes sei, den eine Jungfrau zur Welt gebracht habe. Sorry, aber diese Dinge sind eine Beleidigung für jeden denkenden Menschen. Ganz zu schweigen davon, dass der Gott des Alten Testaments ein massenmörderischer Wahnsinniger und ein kleiner Tyrann ist, den jede vernünftige Gemeinschaft sofort aus ihrem Dorf vertreiben würde. Nein, meine Lieben, es gibt einen Grund, warum das Christentum seit so langer Zeit leichte Beute für Atheisten ist. Und keine noch so ausgeklügelte Theologie kann die Torheit vieler christlicher Lehren wegdiskutieren, wie etwa die Vorstellung, dass man jede Doktrin einfach in Stein meißeln und (dadurch) jeglicher individuellen, rationalen Prüfung entziehen könne.

Wenn Sie glauben, dass dieses Urteil zu hart ausfällt, seien Sie versichert, dass es der Gegenseite – dem materialistischen Atheismus – nicht besser ergeht. Tatsache ist nämlich, dass dieser eine noch viel gefährlichere Bedrohung für alles darstellt, was richtig und schön ist.

Materialismus ist irrationaler Unsinn

Materialism

Materialistische Erklärung von Bewusstsein

Es liegt auf der Hand, dass Materialismus oder Physikalismus, wie er manchmal genannt wird, völlig absurd ist. Es handelt sich um einen Kult, der sich hinter einer Fassade pseudowissenschaftlicher Prahlerei verbirgt und behauptet, dass tote Materie alles ist, was existiert – mit Ausnahme von Naturgesetzen, die irgendwie auch existieren und die tote Materie mit mathematischer Präzision lenken. Damit entsteht ein imaginäres System, das trotz der Tatsache, dass es von ausgeklügelten, universellen und unveränderlichen mathematischen Gesetzen beherrscht wird, als „zufällig“, ungezielt und tot angesehen wird. Meine Lieben, das alles hat nichts mit Intelligenz zu tun. Und doch, so heißt es, erzeugt dieses „Zufallssystem“ die Unermesslichkeit des Kosmos einschließlich des Lebens, indem es bloße Zufälle anhäuft. Irgendwie wurde die tote Materie „zufälligerweise“ so angeordnet, dass sie eine bewusste Erfahrung ermöglicht, aber niemand weiß wie. Gleichzeitig geschah dies nicht wirklich durch „Zufall“, weil ja das darwinistische Ziel, „zu überleben und sich fortzupflanzen“, diesen Prozess antreibt, obgleich dieser Prozess in einer Welt toter Materie entstanden ist. Ergibt das einen Sinn? Gut.

Angeblich wird Bewusstsein nur von darwinistischen Kräften vorgetäuscht, um uns Überleben und Fortpflanzung zu erleichtern, obwohl es nur ein Nebenprodukt ist und überhaupt nichts bewirken kann. Es handelt sich also nicht nur um eine Illusion, die einem sehr konkreten Zweck dient, sondern existiert zugleich auch nicht wirklich. Das Gleiche gilt für den freien Willen, obwohl der freie Wille zu den offensichtlichsten Merkmalen menschlichen Daseins gehört. Was hingegen existiert, sind superintelligente kleine Stränge von Molekülen (egoistische Gene), die darauf abzielen, die Weltherrschaft zu erlangen, indem sie hochkomplizierte Organismen erzeugen und diese derart manipulieren, dass sie elaborierte Strategien zur Verbreitung von Kopien ihrer selbst entwickeln. Man bedenke aber, dass all diese verschwörerischen Absichten „zufällig“ sind. Macht das Sinn? Gut. Wenn das nicht der Fall ist und Sie sich immer noch wundern, wie und warum das so sein könnte, werden Sie wohl oder übel die Gene fragen müssen, denn kein Wissenschaftler kann Ihnen dies beantworten.

Brauchen Sie noch weitere Beispiele? Ich hoffe nicht. Für diejenigen, die immer noch nicht vom schieren Irrsinn der materialistischen Weltanschauung überzeugt sind, gibt es einige Bücher, die die philosophische Absurdität des Materialismus auf vielfältige Weise aufgezeigt haben. Dazu zählen die Werke von Bernardo Kastrup, David Ray Griffin, Thomas Nagel und Rupert Sheldrake. Als zusätzlichen Bonus empfehle ich das beste Dawkins-Bashing, das mir je in die Hände gefallen ist: „Darwinian Fairytales“, von David Stove.

Wissenschaftliche Beweise für eine weitere Sphäre der Existenz

Dean Radin Conscious Universe

Dean Radin hat Unmengen an Beweisen für psychische Phänomene zusammengetragen.

Es sind jedoch nicht nur philosophische Argumente, die das materialistische Dogma diskreditieren. Es gibt auch wissenschaftliche Studien und systematische Beobachtungen der Umwelt, die eindeutig zeigen, dass viel mehr hinter unserer Realität steckt, als den Materialisten klar ist.

Zum einen gibt es – heute wie zu allen Zeiten – Berichte über eine ganze Reihe von para-psychologischen Phänomenen, angefangen von Geistern bis hin zu Telekinese, von Nahtoderfahrungen bis hin zu Telepathie, von Objekten, die auf mysteriöse Weise verloren gehen, bis hin zur Kontaktaufnahme mit Geistern und prophetischen Träumen. Es bedarf einer besonderen Art von Geisteshaltung (und Hybris), um all diese Dinge außer Acht zu lassen und die konsistenten Erfahrungen einer Vielzahl von Menschen als Irrsinn und Wahnvorstellung abzutun. Ironischerweise ist es die gleiche dogmatische Denkweise, welche die Menschen dazu bringt, alles zu verwerfen, was nicht mit der Bibel übereinstimmt: Man braucht die Bibel nur durch das materialistische Glaubensbekenntnis zu ersetzen (schließlich handelt es sich bei beiden um Glaubensvorstellungen).

Doch damit erschöpfen sich die Hinweise auf eine immaterielle Welt nicht; und es handelt sich dabei auch nicht nur um „Hörensagen“. Phänomene wie Telepathie oder Telekinese wurden rigorosen Experimenten und Tests unterzogen. Aufgrund der weit verbreiteten Skepsis gegenüber solchen Dingen zählen viele derartige Experimente zu den wissenschaftlich und methodisch fundiertesten, die je von namhaften Wissenschaftlern in hochspezialisierten Labors unter Verwendung modernster statistischer Methoden durchgeführt worden sind. Viele davon beschreibt Dean Radin in seinem Buch „The Conscious Universe„. Es lässt sich kaum anders ausdrücken: Jeder, der dieses oder ähnliche Bücher gelesen hat und immer noch behauptet, dass all dies nur Lug und Trug, Illusion oder Wunschdenken sei, muss als völlig irrational angesehen werden.

Wenn es auch stark vereinfacht wäre zu behaupten, dass die Quantenphysik direkt auf die Realität psychischer Phänomene verweist, so scheint doch die moderne Quantenmechanik die materialistische Vorstellung von einem „Billardkugel-Universum“ zunichte gemacht zu haben. Der wissenschaftliche Reduktionismus und der geradlinige physische Determinismus sind zentrale Dogmen, an denen so viele Menschen noch immer festhalten, auch wenn diese auf der Mikroebene langsam zerfallen. Was die Makroebene betrifft, ist es irgendwie lustig anzuschauen, wie so viele materialistische Atheisten die Physik bemühen, um jeden Hinweis auf eine unsichtbare Welt zu widerlegen, während gleichzeitig Mainstream-Physiker in aller Öffentlichkeit eine Fülle an Dimensionen ins Feld führen, um ihre Gleichungen zu rechtfertigen. Oh nein, was David Berlinski in seinem gleichnamigen, brillanten Buch „Atheism’s Scientific Pretensions“ nannte, ist genau das – Anmaßungen. Tatsache ist, dass die Physik gegenüber der Existenz anderer Welten und höherer Intelligenzen bestenfalls neutral eingestellt ist und die Hypothese unter Umständen regelrecht unterstützt.

Und wenn man Stafford Bettys Buch „When Did You Ever Become Less By Dying? Afterlife: The Evidence“ liest und sich dabei nicht auf einem Kreuzzug gegen alles befindet, was dem Kult der Toten Materie widerspricht, kommt man nicht umhin, zu dem Schluss zu gelangen, dass es doch sehr wahrscheinlich ist, dass da nach dem Tod etwas vor sich geht.

Kein Geringerer als John Cleese, der durch Monty Python berühmt wurde und eine der intelligentesten Parodien über religiösen Dogmatismus und die allgemeine menschliche Dummheit aller Zeiten inszeniert hat, sagte einmal, dass diejenigen, die sich kategorisch gegen die Möglichkeit aussprechen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, schlichtweg die Fachliteratur nicht studiert haben. Cleese ist wahrscheinlich allzu vertraut mit der Funktionsweise des autoritären Geistes, um dessen eindeutige Handschrift im orthodoxen Priestertum des Materialistischen Szientismus™ zu übersehen.

Rationale Spiritualität

Wenn also weder die dogmatische Religion noch der pseudo-wissenschaftliche Atheismus überzeugen können, was ist dann die Lösung? Wie wäre es mit einer nicht-dogmatischen, rationalen Spiritualität? Aber was heißt das?

In erster Linie bedeutet es, selbstständig zu denken. Das katapultiert Sie unmittelbar in den Dschungel jenseits aller Dogmen. Es ist eine heldenhafte Reise voller Entdeckungen, dem ständigen Nachjustieren Ihrer Ansichten und angefüllt mit lebensverändernden Lektionen. Es ist ein Weg des Wachstums – Wachstum eines tugendhaften Charakters, Wachstum des Verständnisses und der Fähigkeiten. Im Christentum ist dies das Juwel der Wahrheit, das unter einem Berg von Dogmen vergraben liegt.

Hinweise für diese Weltanschauung, für diese rationale Spiritualität, finden sich vielerorts. Sie ist mehr oder weniger deutlich in religiösen und weltlichen Lehren erkennbar, in der großen Literatur, in der traditionellen Weisheit und sogar in populären Sprichwörtern (oder auch Volksmund – AdÜ). Wenn Sie ein Jordan Peterson-Fan sind, erkennen Sie vielleicht viele dieser Ideen in seiner Arbeit wieder.

Es gibt sogar einige „jenseitige“ Quellen, die über Medien direkt mit der Menschheit kommuniziert haben. Obwohl es in diesem Bereich viel Schwindel und Unsinn gibt, finden sich dort auch einige sehr interessante Mitteilungen, die äußerst lesenswert sind und zum Nachdenken anregen. Der Wahrheitssuchende sucht überall nach Weisheit und muss lernen, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Spirit Teachings Stainton Moses

Manches gechannelte Material ist faszinierend – Das Werk „Spirit Teachings“ von Stainton Moses gehört dazu.

Ein Beispiel für einen solchen „spirituellen Kontakt“ der interessanteren Art findet sich in einem der Klassiker der spiritistischen Bewegung in England, die im 19. Jahrhundert aktiv war: „Spirit Teachings“ von Stainton Moses. Auch wenn diese Lehren nicht als endgültige Wahrheiten angesehen werden können (was für alles andere genauso gilt), so ist doch der spezifische Gusto für Wahrheit und Weisheit in vielen Teilen des Buches deutlich zu spüren. Diese „gechannelte“ Entität hat wenig übrig für Leichtgläubigkeit und legt Wert auf Rationalität, wie ihre Äußerungen im Folgenden erkennen lassen:

Wenn Ihr Euch noch einmal unseren gewählten Standpunkt vergegenwärtigt, werdet Ihr erkennen, dass wir anstelle des blinden Glaubens, der die traditionelle Lehre, das Althergebrachte akzeptiert, nur weil es alt ist, an Euren Verstand appellieren: und anstelle von Gutgläubigkeit verlangen wir eine rationale, intelligente Untersuchung, die zu einer Akzeptanz führt, die auf Überzeugung beruht. Hütet Euch davor, das, was wir sagen nur deshalb zu akzeptieren, weil wir Boten der Geisterwelt sind, [und] das Neue nur, weil es neu ist. Wir bitten Euch, die Dinge nach Maßgabe der Vernunft zu erwägen, im Lichte des Intellekts zu betrachten, sie zu verwerfen, wenn diese Euch nicht zufrieden stimmen, und ihnen keinesfalls zuzustimmen oder nach ihnen zu handeln, bis eine tiefe Überzeugung nach ausreichendem Studium Einzug gehalten hat. So ist nicht nur das Kredo der Geister in hohem Maße mit der rechten Vernunft übereinstimmend, sondern [auch] die Gründe, weshalb Ihr unserer Bitte zustimmen mögt, liegen darin, dass sie einem rationalen und logischen Verstand am ehesten einleuchten.

Das klingt nicht gerade nach dem typischen falschen Propheten oder dogmatischen Prediger oder dem ideologisch besessenen Professor. Mir scheint, dass diese Einstellung gegenüber der Spiritualität genau das ist, was uns schon so lange fehlt. Man hatte es entweder mit religiösem Dogma oder nihilistischem Materialismus zu tun. Hier haben wir hingegen einen „Geist“, der für kritisches Denken und Logik eintritt, damit wir zu unseren eigenen Schlussfolgerungen über spirituelle Angelegenheiten gelangen. Es ist an der Zeit, uns von den Ketten zu befreien und unseren Verstand nach besten Kräften zu nutzen.

Der Beginn eines neuen Verständnisses

Wenn man bedenkt, was dieser besondere „Geist“ darüber zu sagen hat, wie wir unser Leben leben sollen, stellt man fest, dass er sich für eine sehr geradlinige und zugleich tiefgründige Überzeugung einsetzt. Ich habe diese hier zitiert und einige Kommentare hinzugefügt, um zu zeigen, wie sehr sie mit anderen Quellen der Weisheit übereinstimmt, auch mit Jordan Petersons Arbeit, wenn man einmal von der religiösen Sprache absieht:

Wir befassen uns mit dem praktischen Leben, und unser Kredo kann in Kürze zusammengefasst werden:

Ehrt und liebt Euren Vater, den Herrn. (Anbetung) Pflicht vor Gott.

[Sie können Gott als die vollkommene Form des Seins betrachten, und dementsprechend als das höchste Ideal. Sie können dieses Ideal nie erreichen, aber Sie können alles daran setzen, ihm näher zu kommen. Das ist die praktische Form von Anbetung – nicht mit bloßen Worten, sondern eine Form von Anbetung, die in jeder Tat Ihres Lebens zum Ausdruck kommt.]

Helft Eurem Bruder auf seinem Weg des Fortschritts. (Brüderliche Liebe) Pflicht gegenüber Eurem Nächsten.

[Das ist die Verkörperung der Selbstlosigkeit, des Dienstes am Nächsten. Man beachte, dass es nicht um Schwäche oder ein gefälliges Verhalten geht; es heißt nämlich nicht „Opfere dich für alle anderen auf!“, es heißt „Hilf deinem Bruder beim Vorankommen“. Wie Jordan Peterson es ausdrücken könnte: Helfen Sie dem Teil in anderen, der nach dem Licht strebt. Ob das nun Freundlichkeit oder wohlwollende Strenge bedeutet, kommt dabei auf die jeweilige Situation an.]

Pflegt und bewahrt Euren eigenen Körper. (Körperkultur) Verpflichtung sich selbst gegenüber

[Weit entfernt von der Illusion, dass positive Gedanken alles sind was zählt, hat spirituelle Entwicklung viele bodenständige Aspekte, einschließlich einer gesunden Ernährung, den Körper in Form zu bringen und dergleichen mehr. Es ist ein entscheidender Aspekt für die spirituelle Weiterentwicklung.]

Kultiviert alle Wege zur Erweiterung Eures Wissens. (Mentaler Fortschritt) Verpflichtung sich selbst gegenüber

[Großartige Bücher lesen, Vorträge ansehen, anderen Menschen zuhören, die Realität beobachten – denn jedes Mittel zur Wissensgewinnung ist wichtig.]

Sucht nach umfassenderen Ansichten progressiver Wahrheiten. (Spirituelles Wachstum) Verpflichtung sich selbst gegenüber

[Beachten Sie, dass hier nicht von absoluter Wahrheit die Rede ist, sondern nur von progressiver Wahrheit. Wenn man über spirituelle Dinge nachdenkt, gibt es in unserer Sphäre der Existenz keine endgültige Wahrheit. Wir können jedoch einen umfassenderen Einblick erlangen, indem wir Aspekte der Realität aus neuen Blickwinkeln beleuchten und unser Verständnis davon, wie die Welt funktioniert, schrittweise erweitern.]

Tut immer das Rechte und Gute in Übereinstimmung mit Eurem Wissen. (Integrität) Verpflichtung sich selbst gegenüber

[Oder wie Peterson sagen würde: „Sag die Wahrheit oder lüge wenigstens nicht“. Und handeln Sie nach Ihren tief empfundenen Prinzipien, auch wenn diese vielleicht nicht die ultimativ wahren Prinzipien sind, denn Ihr Wissen wird ständig erweitert und verfeinert. Das ist das Richtige für uns in der Phase, in der wir uns befinden und eine Voraussetzung für den Eintritt in die nächste.]

Kultiviert die Verbundenheit mit der Geisterwelt durch Gebet und regelmäßige Zwiesprache. (Geistesnahrung) Verpflichtung sich selbst gegenüber

[Wenn Sie das Wort Gebet nicht mögen, stellen Sie sich statt dessen vor, dass Sie Ihrem Unterbewusstsein bestimmte Fragen stellen: Was kann ich besser machen? Wo fehlt es mir noch an Entwicklung? Wie soll ich mit dieser Situation umgehen? Dann lauschen Sie mit ihrem Herzen. Sie können auch um Rat bitten, wenn es darum geht, die richtige Entscheidung zu treffen. Bilden Sie sich aber ja nicht ein, dass das Gebet funktioniert, wenn Sie auf materielle Gewinne oder Abkürzungen aus sind. Wie JFK einmal sagte: „Betet nicht für ein leichteres Leben. Betet dafür, stärkere Männer zu sein.“]

Im Rahmen dieser Regeln wird im Großen und Ganzen alles angesprochen, was entscheidend für Euch ist. Unterwerft Euch nicht irgendwelchen sektiererische Dogmen. Folgt keiner Lehre in blindem Gehorsam, die nicht auf Vernunft beruht.

Der letzte Satz macht noch einmal den entscheidenden Unterschied zwischen den althergebrachten Religionen und der rationalen Spiritualität deutlich: Der eigene rationale Verstand muss zu der Schlussfolgerung gelangen, dass man etwas als wahr akzeptiert. Es kann kein Dogma geben, das in Stein gemeißelt ist. Das heißt aber auch nicht, dass „alles möglich ist“.

Eine objektive Moral

„Unveränderliche Gesetze bestimmen die Resultate von Taten. Gute Taten bringen den Geist voran, während schlechte Taten ihn schwächen und behindern. Glück findet man im Fortschritt und in der allmählichen Annäherung an das Göttliche und Vollkommene.“ ~ Stainton Moses, Spirit Teachings

Die Vorstellung, dass es so etwas wie eine objektive Moral gibt, wird oft kategorisch abgelehnt. Der Hauptgrund dafür ist sicherlich der Umstand, dass die Idee einer objektiven Moral einige schmerzhafte Erkenntnisse über unsere eigenen Unzulänglichkeiten und den Anstoß zu einer Veränderung unserer Lebensweise mit sich bringt. Wem gefällt das? Gleichzeitig aber spüren viele von uns instinktiv, dass es wahr ist. Zum Beispiel ändern Jordan Peterson-Fans ihr Leben nicht gleich, nachdem sie ihm zugehört haben, nur weil sie denken, dass es eine interessante Lehre ist. Sie spüren die moralische Wahrheit in seinen Worten. Es sind keine verbindlichen Regeln, die mit „Du sollst“ beginnen, sondern umfassendere moralische Wahrheiten: unerschütterliche Prinzipien der menschlichen Existenz, die man auf eigene Gefahr missachtet.

Unsere materielle Welt ist in einer bestimmten Weise konstruiert. Wir können uns nicht einfach irgendwo hinteleportieren, wenn uns der Sinn danach steht, und wir können auch nicht durch Wände gehen. Gleichermaßen gibt es womöglich eine höhere Welt, in die unsere materielle Welt eingebettet ist und die ebenfalls in einer bestimmten Weise konstruiert ist, obwohl wir sie normalerweise nicht sehen können. Ein Teil ihrer Struktur ist von ethischer Natur. Wenn man ihre Gesetze verletzt, spürt man das vielleicht nicht physisch, aber die Auswirkungen – so subtil sie auch sein mögen – sind sehr real und können sich schnell akkumulieren. Dadurch tun sich spirituelle Abgründe auf, von denen man sich nur schwer erholen kann. Man denke nur an all die Menschen im näheren Umfeld oder Menschen, von denen man gehört hat, die in einem traurigen Zustand des Selbstmitleids, der Verbitterung und der ständigen Schuldzuweisung gefangen sind; an jene armen Seelen, die scheinbar für immer unfähig sind, sich aus ihrem selbst geschaffenen Elend herauszulösen. Wie Jordan Peterson sagen würde: Die Hölle kann hier auf Erden sehr real sein. Im Rahmen unserer Existenz scheint es ein wesentliches Ziel oder auch eine wichtige Bedeutung für unsere Existenz zu sein, sich durch diese schwer fassbare, aber sehr reale Welt der objektiven Moral zu navigieren, während man dabei ständig etwas Neues darüber lernt.

In „Spirit Teachings“ macht die gechannelte Quelle folgende Aussage, die jedem mit einer gewissen Fähigkeit zur Selbstkritik zu denken geben sollte:

„Der Charakter des Geistes prägt die Atmosphäre, die er atmet. Das ist ein Gesetz unseres Seins; ein wichtiger Schutz, weil wir wissen, dass wir offen sind für den Einblick und die Erkenntnis von allem.“

Stellen Sie sich vor, dass jeder, dem Sie in Ihrem Leben begegnet sind, die Gesamtheit Ihrer Taten sehen könnte – sowohl ihre edelmütigen Taten als auch Ihre niederträchtigen, als ständen sie Ihnen ins Gesicht geschrieben. Ein schrecklicher Gedanke! Aber genau das könnte sich womöglich auf irgendeiner Ebene abspielen. Welche Auswirkungen hätte es auf Ihr Leben, wenn Sie das als etwas Wahres akzeptieren würden? Was wäre, wenn Ihnen ständig jemand zusehen würde? Eine Frage, über die man nachdenken sollte.

Die gute Nachricht ist: Wenn es von einem höheren Standpunkt aus betrachtet nur auf die ethische und wahrhaftige Natur unseres Handelns ankommt, dann sind unsere Lebensstation und die jeweiligen Begleitumstände kein Hindernis für Fortschritt. Wir können jederzeit einen anderen Weg einschlagen. Wir sollten damit anfangen, uns selbst gegenüber unsere Fehler und Sünden einzugestehen. So schmerzhaft das auch sein mag – es wird unsere Seele rein machen und uns im Endeffekt Kraft und Entschlossenheit verleihen. Die Tore zum spirituellen Fortschritt stehen immer offen: Es liegt an uns, hindurchzugehen.

Wenn Sie der Meinung sind, dass meine Ansichten „total abgehoben“ sind, ist das auch okay. Sie sind nicht dazu verpflichtet, irgendetwas davon zu akzeptieren. Es gibt allerdings keinen guten Grund dafür, NICHT rational zu denken und selbst zu recherchieren, um zu eigenen Schlussfolgerungen zu gelangen. Es ist gut möglich, dass Sie herausfinden werden, dass die Realität weitaus umfassender ist, als wie es uns beigebracht wurde – sei es durch die moderne materialistische Kultur oder durch die dogmatischen Religionen; und dass es nur einen Weg nach oben gibt: nämlich den „harten Weg“, d. h. einen Weg, der bewusste Anstrengungen erfordert und auf einer tiefgründigen Reflexion sowie Verbesserung (bzw. Vervollkommnung) des täglichen Handelns und seiner Gewohnheiten beruht.

Darwinismus ist Unsinn, aber die Evolution stimmt: nämlich die Evolution des Bewusstseins, des Geistes. Das ist allerdings weit davon entfernt, ein automatischer Prozess zu sein, sondern erfordert viel Einsatz. Um Gottes Willen, um Himmels Willen und um des Willens aller gütigen, liebenden und denkenden Seelen im Himmel und auf Erden: Entwickeln wir uns endlich weiter!